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Für Alle, die  das Bruno Balz Archiv noch nicht kennen. 

Hier findet ihr alles über den berümten deutschen Textdichter, der vor allem Zarah Leanders Texte geprägt hat.

Ich bin heute auf das Archiv erneut aufmerksam geworden, wegen des Filmkuriers. Er beinhaltet Ausschnitte aus meinem Lieblingsfilm "der Blaufuchs". Ich habe mir einen Ausschnitt ausgedruckt, der jetzt meine Wand schmückt. Ich hoffe, Sie haben damit so viel Freude wie ich!

 

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Heinrich George

Heinrich George (Georg August Friedrich Hermann Schulz) wurde am 9. Oktober 1893 in Stettin geboren und starb am 25. September 1946 im Spezillager Sachsenhausen. Er war ein deutscher Schauspieler und spielte mit in Heimat (1938) Zarah Leanders Vater. Die junge Magda von Schwarze kehrt nach Jahren als gefeierte Sängerin aus dem Ausland wieder in die Heimat zurück.

Der Fillm wurde mit dem Prädikat "Staatspolitisch und künstlerisch wertvoll", mit dem Regiepreis der Biennale di Venezia und mit dem Nationalen Filmpreis ausgezeichnet.

Zarah Lenader zählt Heimat zu ihrem persönlichen Lieblingsfilm (Interview mit Zarah), was nicht wenig an der Zusammenarbeit mit Heinrich George lag. 

 

 

Interessant finde ich jedoch auch, wie Zarah Heinrich George und ihr Zusammentreffen in ihren Memorien beschreibt (vgl. S.150 und weitere):

"George erwies sich als außerordentlich großzügiger Kollege. Verschwenderisch erteilete er mir väterliche Ratschläge, nicht um zu zeigen, was für ein Mordskerl er war, sondern weil ihn meine ganz und gar unverstellte und aufrichtige Bewunderung amüsierte. Vielleicht hatte er ursprünglich einen aufgeblasenen, bis zum platzen hochmütigen Ballon in mir erwartet. Aber so bin ich ja nicht, und das wusste er seit dem Vorfall mit dem "Knilch". Zum Wertvollsten, was ich bei ihm gelernt habe ist, gehört das ausdehnen einer Pause bis zur äußersten Grenze - und dann die Frechheit aufzubringen, sie noch ein wenig zu verlängern. Er schöpfte aus Überfluss von Kenntnis und Können, ich aus einem Überfluss an Gefühl, es war fast unvermeidlich, dass jeder ein paar Spritzer vom Überfluss des anderen abbekam."


Zarah war zu einer Partiy eingeladen, an der der innere Zirkel derer teilnahm, die an dem Film Heimat mitwirkte. Hier traf sie auch auf Heinrich George.

Der Vorfall mit dem "Knilch" (vgl. S. 158 f ihrer Memorien): 

"(...) George zu mir:"Du es ist warm hier. Wir beide gehen jetzt raus und setzen uns auf die Treppe." Er war ein Koloss, wie er neben mir herging. Wir nahmen unsere gebratenen Hähnchen mit und fühlten uns wie Heinrich VIII. nebst einer seiner Frauen. (...)

Plötzlich hatte ich das Bedrüfnis, George ein Kompliment zu machen. Ich wollte ihm sagen, dass er ein unerhört liebenswürdiger und eindrucksvoller Mann war, und zwar in möglichst gutem Berlinisch, um meinen Worten Nachdruck zu verleihen. Ich sagte:"Heinrich, weißt du, was du bist?" - "Nee"- - "Du bist ein richtiger Knilch." Da stand er auf, ging nach oben und legte sich ins Bett. Ich ging auch hinein und fragt, wo er sei, doch seine Frau wusste es nicht. Er habe lediglich gute Nacht gesagt. (...)"

Am nächsten Tag traf Zarah Karl Fröhlich im Atelier und erzählte diesem ihre Geschichte. Fröhlich klärte Zarah zunächst auf, was das Wort "Knilch" bedeutet. Diese brach darauf hin in Tränen aus, weil sie ihr "Idol" beleidigt hatte, ohne dies zu beabsichtigen. Karl Fröhlich gab ihr den Rat, George aufzusuchen und ihm die Umstände zu erklären. Heinrich George sagte später, dass es nicht so tragisch sei.

Zarah schrieb:"Von diesem Tag habe ich zu keinem Menschen mehr gesagt, er sei ein Knilch."

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